{"id":49,"date":"2023-05-28T16:26:58","date_gmt":"2023-05-28T16:26:58","guid":{"rendered":"https:\/\/ursulinenkongregation.de\/?page_id=49"},"modified":"2025-07-24T20:06:05","modified_gmt":"2025-07-24T20:06:05","slug":"kloster-calvarienberg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ursulinenkongregation.de\/?page_id=49","title":{"rendered":"Kloster Calvarienberg"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"930\" height=\"523\" src=\"https:\/\/ursulinenkongregation.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Das-Kloster-Calvarienberg-Foto-archicult-Thomas-Bauer-743272-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57\" style=\"width:259px;height:147px\" srcset=\"https:\/\/ursulinenkongregation.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Das-Kloster-Calvarienberg-Foto-archicult-Thomas-Bauer-743272-1.jpg 930w, https:\/\/ursulinenkongregation.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Das-Kloster-Calvarienberg-Foto-archicult-Thomas-Bauer-743272-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/ursulinenkongregation.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Das-Kloster-Calvarienberg-Foto-archicult-Thomas-Bauer-743272-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/ursulinenkongregation.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Das-Kloster-Calvarienberg-Foto-archicult-Thomas-Bauer-743272-1-500x281.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 930px) 100vw, 930px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Kloster Calvarienberg Ahrweiler Geschichtlicher \u00dcberblick<\/strong><br><br><br>Aus der Geschichte des CalvarienbergesDer Calvarienberg bei Ahrweiler, zu dem ein barocker 14 -StationenKreuzweg aus dem Jahr 1732 hinauff\u00fchrt, wurde 1996 in den &#8222;Atlas der europ\u00e4ischen Heiligen Berge (Sacri Monti), Kreuzwege und Andachtsst\u00e4tten&#8220; aufgenommen. Sacri Monti sind Bergkuppen, heilige Orte, die Menschen zum Gebet aufsuchen. Der Ahrweiler Calvarienberg, der zu den \u00e4ltesten Anlagen dieser Art in Deutschland geh\u00f6rt, weist Merkmale auf, f\u00fcr die es in allen Gr\u00fcndungen aus dieser Zeit Parallelen gibt. So soll der Abstand des jeweiligen Ortes zur Bergkuppe mit der Entfernung zwischen dem Pr\u00e4torium des Pilatus in Jerusalern und dem Berg Golgotha identisch sein.&nbsp;Dazu schreibt der \u201aRheinische Antiquarius&#8216;: \u201eIm Jahre 1440 kam ein hochachtbarer Ritter, nachdem er zu Jerusalem aus den H\u00e4nden des Guardians der Minderbr\u00fcder in dem Heilandskloster den Orden des Heiligen Grabes empfangen hatte, nach Deutschland zur\u00fcck. Das Gl\u00fcck begleitete seine Schritte, da\u00df er des Erzstiftes C\u00f6ln Stadt Ahrweiler erreichte, Hier fiel ihm, dessen Phantasie erf\u00fcllt von den im Laufe seiner Pilgerfahrt gesehenen heiligen Orten, die \u00c4hnlichkeit von Ahrweiler mit Jerusalem auf. In der Ahr glaubte er den Bach Cedron wiederzufinden; der anmutige H\u00fcgel auf der S\u00fcdseite \u2011 der Stadt gegen\u00fcber \u2011 schien ihm eine Darstellung des Kalvarienberges; in dem Dorfe Gerhardshofen an des H\u00fcgels Fu\u00df schaute er den Garten Getsemani. Er ma\u00df die Entfernung, und es ergab sich, da\u00df es von dem H\u00fcgel bis zur St. Laurentius Pfarrkirche binnen Ahrweiler genau so weit als von dem Kalvarienberg in Jerusalem zu dem Pr\u00e4torium des Pilatus war.&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td colspan=\"2\">Die Entdeckung wurde sofort ver\u00f6ffentlicht, und Senat und Volk von Ahrweiler verpflichteten sich durch Gel\u00fcbde, den besagten H\u00fcgel dem gekreuzigten Heiland und seiner schmerzhaften Mutter zu weihen, nachdem vorher der Galgen des Hochgerichts, der bisher auf diesem &#8222;Kop&#8220; gestanden, nach der Eilig verlegt sein w\u00fcrde. Auf dem &#8222;Kop&#8220;, von jetzt an Kalvarienberg genannt, wurde nun ein dem\u00fctiges h\u00f6lzernes Kapellchen mit einer Abbildung des sieghaften Kreuzes samt einem konsekrierten Altar errichtet.&#8220; Urkundlich l\u00e4sst sich ein erstes Gotteshaus auf dem Calvarienberg f\u00fcr das Jahr 1502 nachweisen. Mittelbar haben wir Kenntnis davon durch die Franziskanerchronik im Archiv des heutigen Ursulinenklosters, deren erste Eintragung allerdings aus dem Jahr 1650 stammt. Die Quelle des Chronisten ist ein Werk des Franziskaners Jacobus Polius, das zwischen 1640 und 1650 erschienen ist. In der Chronik des Calvarienberges ist ein Ablassbrief aus dem Jahr 1502 kopiert, der den Besuchern der Kapelle auf dem Calvarienberg einen Ablass gew\u00e4hrte.Am 14. September 1505 konsekrierte Weihbischof Dietrich von K\u00f6ln den Altar dieser Kapelle. Die Urkunde, die er bei der Weihe im Reliquiengrab deponierte, wurde 1671 beim Abbruch des Altars gefunden und vom Chronisten kopiert.Bei dieser Kapelle handelte es sich um einen sehr schlichten Bau. Zur Stadtseite hin hatte man eine Mauer aus Lehm gebaut (offensichtlich eine Fachwerkwand), w\u00e4hrend die der Stadt abgewandte S\u00fcdmauer aus Stein errichtet war. Nach der Chronik befand sich bereits in dieser ersten Kapelle die heutige sp\u00e4tgotische Kreuzigungsgruppe, zu der allerdings noch eine Statue der hl.\u00a0Maria Magdalena geh\u00f6rte.Der Ahrweiler Calvarienberg entwickelte sich rasch zu einer vielbesuchten Wallfahrtsst\u00e4tte. Die Zahl der Besucher wuchs derart, dass ein gr\u00f6\u00dferes Gotteshaus n\u00f6tig wurde. Zwischen 1625 und 1627 ersetzte Johannes Gohr, B\u00fcrger der Stadt Ahrweiler, unterst\u00fctzt von wohlhabenden Mitb\u00fcrgern, die erste Kapelle durch eine gr\u00f6\u00dfere. Der Chronist, der die erste Kapelle noch kannte, gibt die Ma\u00dfe der neuen wie folgt an: 57 Fu\u00df lang und 25 Fu\u00df breit. Aus dieser Zeit der zweiten Kapelle ist noch die Krypta erhalten. Sie befindet sich unter dem Westteil der Kirche und enth\u00e4lt die 14. Station des Kreuzwegs, der von der Ahrbr\u00fccke zum Calvarienberg f\u00fchrt.(vgl. Ursulinenkongregation Calvarienberg-Ahrweiler, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2003)1630 errichteten die Franziskaner ein Kloster auf dem Calvarienberg. Am 31.Januar 1664 wurde der Grundstein f\u00fcr die heute noch bestehende Kirche gelegt.1803 mussten die Franziskaner im Zuge der S\u00e4kularisation den Calvarienberg verlassen, der franz\u00f6sisches Nationaleigentum wurde.Am 30.01.1806 erwarb Vikar Jakob Giesen von Ahrweiler den Calvarienberg, der nach seinem Tode zuerst an seine Erben, dann an die sogenannte &#8222;Berggesellschaft&#8220; \u00fcberging. Verschieden Versuche, die Klosterr\u00e4ume f\u00fcr Unterrichtszwecke zu Nutzen scheiterten.Der Ursulinenkonvent in Monschau, der wegen der ungesunden Lage des Klosters einen anderen Ort der Niederlassung suchte, erfuhr von dem leerstehenden Franziskanerkloster in Ahrweiler. Nach langwierigen Verhandlungen und vielen Schwierigkeiten konnte der Konvent am 28. August 1838 unter der Leitung von Mutter Teresia Sch\u00e4fer nach Ahrweiler \u00fcbersiedeln. Die Ursulinen gr\u00fcndeten zun\u00e4chst eine Elementar- und h\u00f6here Schule mit Pensionat f\u00fcr M\u00e4dchen.<br>1897 mussten die alten Geb\u00e4ude einem Neubau weichen.<br>Von Calvarienberg aus wurden neue Kl\u00f6ster gegr\u00fcndete, u.a. 1848 Aachen, 1853 Trier, 1895 Saarbr\u00fccken, 1896 Krefeld, 1902 Koblenz. Diese Kl\u00f6ster wurden aber keine selbst\u00e4ndigen Monastien, wie es sonst \u00fcblich war, sondern blieben mit dem Mutterhaus Calvarienberg als Kongregation verbunden.<br>2017 haben die Ursulinen aufgrund der personellen Situation das Mutterhaus verlassen. Die Ursulinenkongregation Calvarienberg Ahrweiler e.V. hat nun ihren Sitz in Trier, Bernhardtstra\u00dfe.<br>Brief der damaligen Generaloberin Sr. Maria Monheim zur Schlie\u00dfung des Klosters auf dem Calvarienberg. (<a href=\"https:\/\/www.alt-ahrweiler.de\/1999\/7-102-011.htm\">Heimatverein Alt-Ahrweiler<\/a>)<br><br><strong>Heutige Situation<\/strong><br>Das Kloster ging Ende 2021 in den Besitz der Calvarienberg GmbH \u00fcber..<br><a href=\"https:\/\/ursulinenkongregation.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Neuer-Eigentuemer-Calvarienberg.pdf\">Vgl. Artikel in &#8222;Blick aktuell <\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kloster Calvarienberg Ahrweiler Geschichtlicher \u00dcberblick Aus der Geschichte des CalvarienbergesDer Calvarienberg bei Ahrweiler, zu dem ein barocker 14 -StationenKreuzweg aus dem Jahr 1732 hinauff\u00fchrt, wurde 1996 in den &#8222;Atlas der europ\u00e4ischen Heiligen Berge (Sacri Monti), Kreuzwege und Andachtsst\u00e4tten&#8220; aufgenommen. 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